von Andreas

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Therapeutisches Klettern ist eine Therapieform, die sich des Kletterns bedient. Klettern besitzt einen hohen Motivations- und Aufforderungscharakter. Die Patienten gewinnen Selbstvertrauen in ihre körperlichen Fähigkeiten, da sowohl in Bodenhöhe als auch darüber hinaus gearbeitet werden kann. Eine Einheit kann somit am Boden oder in wenigen Zentimetern Höhe stattfinden, bei Bedarf aber auch beliebig ausgeweitet werden.

Durch die nötige Kombination der Muskelarbeit, sowie einer hohen Konzentration und Fokussierung und das beim Klettern unmittelbar verbundene Ursach-Wirkungs-Geschehen kommt es zu einem einzigartigen Setting. Bewegungsabläufe in statischer und dynamischer Kombination, sowie in geschlossenen Muskelfunktionsketten sind Grundlage des Vorgehens. Der Gleichgewichtssinn wird durch die ständige Körperschwerpunktkontrolle und Stabilisierung gefördert. Mentale Stärke, Konzentration und Koordination werden geschult und in anpassbaren Anforderungen individuell auf den Teilnehmer/die Teilnehmerin zugeschnitten. Gruppen- und Einzelsettings sind möglich um auch durch diesen Faktor konkret auf die Fragestellungen und die Anforderungen der TeilnehmerInnen einzugehen.
Vertrauen gehört beim Klettern als Grundprinzip zum Thema Sicherheit, der gegenseitige Partnercheck, die Verbindung der Partner durch das Seil, gegenseitiges Unterstützen und Motivieren, sowie gemeinsame Problemlösungen zu finden und -strategien zu entwickeln, gehören zum Basisumfang.

Diese dann in den Alltag zu integrieren, zu übernehmen und zu festigen sind weitere Schritte, die in Folge der einzelnen Treffen stattfinden. Begleitet durch den überweisenden oder empfehlenden Psychotherapeuten oder Arzt oder im Bereich der Alltagsproblematik natürlich auf Wunsch auch mit pädagogischer Begleitung durch gute Vernetzung mit den entsprechenden Stellen. Ziel ist es der Klientel eine höhere Lebensqualität in allen Bereichen zu ermöglichen und diese bei der Erreichung der (selbst)gewählten Ziele zu unterstützen, sowie den Prozess zur Erreichung in einem individuell zugeschnittenen Setting zu begleiten und das Ergebnis zu festigen und das Netzwerk im Bedarfsfall entsprechend zu integrieren bzw. zu koordinieren und somit Stärken auszubilden und Frage- und Problemstellungen zu lösen.

(Präventives) funktionelles Training

1Hier bietet das Klettern Ansätze für ein funktionelles und effektives Aufbautraining. Es fördert Motorik, Muskelstabilisierung, Körperbeherrschung und die Bewegungsabläufe. So ergänzt das Therapeutische Klettern die klassische Krankengymnastik u.a. nach Bänder- und Gelenkverletzungen sowie bei Haltungsschäden, Schulter- und Knieproblemen und mehr.
Prävention ist ein großer Bestandteil der Salutogenese. Sie zielt dabei auf das Vorbeugen von Verletzungen ab. Klettern kann hier einen großen Beitrag leisten, da durch spezielle Bewegungsabläufe und -muster gezielt die Physis gestärkt und trainiert werden kann. Knieverletzungen beispielsweise oder Schulterprobleme (Schultergürtel, Rotatorenmanschette, etc.), sowie Rückenschmerzen können durch therapeutisches Klettern präzise und effektiv vorgebeugt werden. Durch einfache Testreihen zur körperlichen Verfassung können wir gemeinsam bestimmen, was dich weiterbringt. In enger Zusammenarbeit mit deinem Physiotherapeuten können wir gemeinsam ein individuelles Konzept entwickeln, das dir bei möglichen Rehamaßnahmen hilft und das therapeutische Klettern mit einbindet.

Zielgruppenbeschreibung:

Das therapeutische Klettern in diesem Bereich ist sinnvoll, wenn du präventiv für deine körperliche Gesundheit sorgen und Knie-, Schulter- oder Rückenproblemen vorbeugen oder deine Rehamaßnahme bzw. deine physiotherapeutische Anwendung erweitern und ergänzen willst. Du bist Kletterer (oder Sportler), hast dich verletzt und befindest dich gerade in oder kurz vor einer Physiotherapie bzw. Rehaphase und möchtest wieder ins Klettern einsteigen.

 

Psychosomatische Lebensbereiche & psychische Erkrankungen

2Therapeutisches Klettern im Rahmen einer psychologisch / psychotherapeutischen Behandlung ist vielfältig. Bei Patienten mit Angst- und Panikstörungen kann es als Expositionsübung genutzt werden, im Rahmen einer Essstörung zur Körperwahrnehmung, oder bei Depressionen zur Aktivierung. Durch das Setting beim Klettern an sich, kann das Therapeutische Klettern ebenfalls im Bereich der Zwangsstörungen angewandt werden und auch bei multiplen Störungen oder Kombi-Erkrankungen ansetzen.

Salutogenese zielt auch auf psychische Gesundheit ab und so kann durch das Setting beim Klettern die Psyche gestärkt und gezielt geschult werden, auf Stresssituationen angemessen zu reagieren oder Lösungsstrategien zu entwickeln. Im Bereich der psychischen Erkrankungen, wie beispielsweise Angst- und/oder Zwangsstörungen, Borderline, Essstörungen oder gar Suizidalität und/oder selbstverletzendem Verhalten kann das therapeutische Klettern in enger Zusammenarbeit mit dem behandelnden Therapeuten zur effektiven Auf- und Bearbeitung der eigenen Situation beitragen oder die Kernproblematik aufbrechen, um Patienten, wie Therapeuten einen guten Zugang und eine einheitliche, effiziente Basis zu liefern.

Zielgruppenbeschreibung:

Das therapeutische Klettern in diesem Bereich richtet sich speziell an Patienten im therapeutischen Setting und an Psychotherapeuten, sowie Psychologen und entsprechende einschlägige Einrichtungen. Du als Teilnehmer bist betroffen oder deine Einrichtung behandelt Angst- und/oder Zwangsstörungen, Borderline, Essstörungen oder gar Suizidalität und/oder selbstverletzendem Verhalten. Du als Therapeut möchtest effektiv arbeiten und Themen mit deiner Klientel effizient und nachhaltig bearbeiten oder die Therapie stockt ohne ersichtlichen Grund.

 

Alltagsproblematik & individuelle Problemstellungen

4Therapeutisches Klettern kann aufgrund seines hohen Motivationscharakters und der diversen Problemstellungen einen enormen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität und zur Persönlichkeitsentwicklung beitragen. Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge, Problemlösestrategien, analytische Fähigkeiten, Durchsetzungsvermögen und weit mehr sind schul- und entwickelbar. Die Parallelen die sich vom Klettern zum alltäglichen Leben (beruflich wie privat) ziehen lassen sind vielfältig und können enorm komplex gestaltet werden. Die Innere Einstellung, mentale Stärke und körperliche Anforderungen können variiert und verknüpft werden und geben so die Möglichkeit zur ganzheitlichen Herangehensweise an unterschiedlichste Fragestellungen.

Salutogenese beinhaltet auch Psychohygiene. Hier zielt das Klettern auf eine Stärkung der psychischen Verfassung ab, so dass beispielsweise Höhenangst in kleinen Schritten abgebaut, oder das Selbstbewusstsein und -vertrauen durch das Erreichen von gesteckten Zielen gesteigert werden kann. Lösungsstrategien für Alltagsproblematiken, Stressituationen und individuelle Problem- und Fragestellungen können entwickelt werden. Das Klettersetting bietet hier zum alltäglichen Leben schier unendliche Parallelen, über die sich aufkommende Fragestellungen aus verschiedenen Perspektiven betrachten und Schritt für Schritt lösen lassen.

Zielgruppenbeschreibung:

Das therapeutische Klettern in diesem Bereich ist sinnvoll, wenn du an dir selbst wachsen, deine Grenzen verschieben, dich herausfordern und dein Selbstbewusstsein stärken willst. Du willst Selbstvertrauen gewinnen. Du hast ein Ziel, das du erreichen willst und möchtest dafür deine Leistungsfähigkeit steigern. Du hast alltägliche Probleme, Konzentrationsschwierigkeiten, Stresssituationen oder es mangelt dir an Lösungsstrategien für das alltägliche Leben. Du brauchst einen Perspektivwechsel oder möchtest lernen Verantwortung zu übernehmen.

 

Du möchtest das therapeutische Klettern ausprobieren, oder mehr erfahren? Dann melde dich bei Merinomate Andreas über www.steepparadise.com oder per Mail steep.paradise@gmail.com und sprich unverbindlich mit ihm über deine Möglichkeiten.