von Vanessa

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„…Spartan Race? Was ist das denn?“

„Ahhhh, das ist doch dieser neue Trend sich im Schlamm zu wälzen, oder?“ – Nein.

„Ahhhh, so Zeug das man beim Militär macht, oder?“ – Nein.

„Ahhhh, noch einer von diesen Hindernisläufen?“ – Nein.

Drei Mal „Nein“. Denn Spartan Race ist viel mehr. Spartan ist ein Lifestyle. Eine Lebenseinstellung.

Bei einem Spartan Race lernt man seine Grenzen kennen – und man lernt, diese zu überschreiten. Das Motto lautet: „You´ll know at the Finish line.“

SpartanBeast022-1Das Spartan Race ist ein Extrem-Hindernislauf. Es geht nicht, wie bei so manch anderen Hindernisläufen, um nur noch mehr Schlamm, es gibt keine Elektroschocks und auch keine XXL-Rutsche. Letztendlich geht es um die eigene, individuelle, körperliche Fitness. Neben Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit geht es auch um Geschicklichkeit, Balance, Beweglichkeit und Koordination.

Zusammen mit der Laufdistanz müssen bis zu 60 Hindernisse (je nach Strecke) überwunden werden. Die „Obstacles“ fordern die Spartaner in ganz unterschiedlichen Disziplinen: Sie müssen an einem 5 Meter hohem Seil hochklettern, sich im Speerwurf beweisen, Sandsäcke oder Holzstämme einen Berg hinaufschleppen, sich eine Zahlenkombination merken, über eine Wand klettern, unter einem Stacheldrahtfeld durchkriechen, an einer Wand bouldern oder über eine Slackline balancieren.
Wenn ein Hindernis nicht geschafft wird, müssen 30 Burpees (das ist eine kraftraubende Kombination aus Liegestütz und Strecksprung) absolviert werden.

 

Was das Spartan Race so besonders macht?

Ihr seht: Beim Spartan Race wird viel gefordert. Dabei gibt es einen Grundsatz: Jeder kann mitmachen. Egal ob ein ambitionierter Hobbysportler im Team einfach nur Spaß haben möchte oder ob der Profisportler sich mit anderen „alten Hasen“ mal auf einer neuen Ebene messen will: Das Spartan Race macht für jeden das passende Format möglich. In der Elite Heat starten die „Experten“, die jedes Hindernis in Rekordzeit überwältigen. In den Open heats startet die breite Maße, hier steht das spaßige Event im Vordergrund. Mit Fairness und Teamwork wird der Parcours gemeinsam geschafft, bei dem jeder jedem hilft.

Dabei kann man zwischen verschiedenen Distanzen wählen: Im Spartan Sprint müssen um die 6 Kilometer (das kann natürlich variieren) absolviert werden, der Spartan Super lockt mit 12 oder mehr Kilometern und das Spartan Beast muss auf mindestens 21 Kilometern bezwungen werden – sein großer Bruder, das Spartan Ultra Beast will es auf 42 oder mehr Kilometern wissen.
Letztendlich geht es bei allen aber um den Sport, das Miteinander und die Liebe zum Obstacle Course Racing.

Es geht um die „echte Sportlichkeit“ – nicht darum in einer Sportart gut zu sein, im Fitnessstudio Eisen zu stemmen oder nur noch eine Sportart extrem zu betreiben. Es geht um das große Ganze. Für viele zählt im Obstacle Course Racing auch einfach der Spaß an der Bewegung und ein neues Ziel, das durch Ausdauer, Kraft und Geschicklichkeit zur allgemeinen Fitness beiträgt. Letztendlich ist ein Spartan Race ein Abenteuer-Parcours, so wie wir ihn früher als Kinder erlebt haben – auf Bäume klettern, unter etwas durchkriechen, an einem Klettergerüst entlanghangeln: Wie schön kann Training sein!

Für andere geht es aber auch darum, das Beste aus sich selbst herauszuholen. Endlich mal wieder die eigene Komfortzone zu verlassen und seine eigenen Grenzen auszutesten oder sogar zu überschreiten.

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Noch sieben Wochen bis zum Spartan Race-Wochenende in Oberndorf, Tirol. Nachdem ich dort letztes Jahr das „Beast“ (ca. 25km, 1500 Höhenmeter und ca. 30 Hindernisse) bezwungen habe und im Jahr zuvor bei der mittleren Super Distanz gestartet bin, habe ich mir dieses Jahr vorgenommen bei der Sprint Distanz in der Elite Heat an den Start zu gehen. Das heißt Vollgas. Kein Taktieren oder mal langsamer werden. Durchgehend 100% geben – ohne Fehler zu machen.

Das Rennen in Tirol zeichnet sich durch seine Nähe zur Natur aus. Letztendlich ist es ein Berglauf mit vielen Naturhindernissen. Den Großteil der Strecke läuft man in Flussbetten, in einem Kieswerk oder schwimmt durch Seen. Die technischen Herausforderungen dieses Hindernislaufs sind nicht zu unterschätzen und ein gutes Training gehört genauso dazu wie das richtige Mindset. Eine gute Vorbereitung – körperlich aber auch geistig –  kann ich als Grundlage für ein spaßiges, aber besonders auch für ein verletzungsfreies Rennen jedem nur ans Herz legen. Dafür haben die Organisatoren des Spartan Race eine „Workout-Tour“ ins Leben gerufen. Für die Region Tirol darf ich als Teamleiterin die Trainingseinheiten leiten und selbst Workouts anbieten. Beim ersten Tourstop in Innsbruck hatten wir mit über 60 Teilnehmern ein super Training – und eine mords Gaudi! Vor einem Jahr haben wir den Verein „move6020“ gegründet, der es möglich macht in Innsbruck Workouts anzubieten und damit den Spaß an der Bewegung weiter zu geben. Neben High Intensity Training wird hier das Programm ausgebaut und bald werden wir auch spezifisches Obstacle Course Training anbieten. Es bleibt spannend wohin die Reise geht…

Also, auf was wartet ihr, Spartan up! Wir sehen uns in Tirol!///