von Pascal

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INNSBRUCK – the best base for your chase

Einer der Hauptgründe weshalb ich mich vor Jahren dazu entschlossen habe nach Innsbruck zu ziehen waren nicht nur die Arbeit und der Freundeskreis, sondern auch der Fakt, dass man von hier aus einfach alle Möglichkeiten hat sich im Bereich des Freeridens zu entfalten. Es gibt unzählige bekannte Skigebiete die es einem ermöglichen ohne Tourenequipment den Spaß im Tiefschnee zu genießen. Andererseits gibt es aber auch für abenteuerlustige „Freeridefreaks“ genügend unberührte Täler und Hänge die mit einer kurzen Autofahrt zu erreichen sind.

Einer der wohl beliebtesten Spots bei frischen Powder ist die berühmte Nordkette. Hier stehen die Freerider bei Neuschnee bereits in den frühen Morgenstunden an der Talstation und kämpfen sich durch die Menschenmassen, um nach Freigabe der Bergbahnen die erste Gondel zu erhaschen und die Chance der First Line von der „Direttissima“ oder der „Hafelekarrinne“ zu haben. Nicht selten kommt es dabei zwischen den selbsternannten Alphatieren zu Streitigkeiten die einem die Wartezeit in der Schlange wesentlich unterhaltsamer gestalten.

Wer es entspannter angeht, gönnt sich in der Zwischenzeit einen Kaffee bei den Jungs und Mädels von „Hitt und Söhne“ und kann sich dort auch noch gleich mit super.natural Produkten ausstatten.

Wer eine Auto- bzw. Busfahrt in Kauf nimmt, kann sich auch in den umliegenden Gebieten vollsten Powdergenuss holen. Wohl einer der beliebtesten Spots ist hier die Axamer Lizum, die zahlreichen Abfahrten abseits der Piste bietet, ohne dass man sich stundenlang zu Fuß den Gipfel hinauf quält. Für Geübte gibt es dort auch das sehr beliebte Face der Freeride World Qualifier das man jedoch mit einem kurzen Marsch erklimmen muss. Bei den richtigen Verhältnissen ist es der kurze Aufwand aber allemal wert, da man von Cliff Drops bis zu weiten Powder Turns alles auskosten kann.

Um die volle Freiheit der Natur zu genießen, begebe ich mich auch sehr gerne mit meinen Jungs in Gebiete, welche noch nicht durch Gondeln oder Lifte erschlossen sind. Dort habe ich die freie Wahl meiner Lines und meistens sind auch kaum andere Leute anzutreffen.

 

Das dazu benötigte Tourenequipment für Snowboarder im alpinen Gelände hat sich in den letzten Jahren technisch sehr weiterentwickelt und ist nach einer kurzen Einführung leicht zu Handhaben. Es ist also nicht mehr notwendig mühsam mit Schneeschuhen hinter den Skitourengehern hinterher zu stapfen und zusätzlich das Board am Rücken mitzuschleppen.

Diejenigen von euch, die sich glücklicher Besitzer eines Splitboards nennen dürfen, werden in den Bergen um Innsbruck immer eine Tour finden die auch bei weniger guten Bedingungen das Glücksgefühl steigen lässt. Eine meiner Lieblingstouren befindet sich im Navistal (Naviser Kreuzjöchl). Der Hang ist nach Norden ausgerichtet und ist meist sehr schneereich. Die Aufstiegszeit beträgt zwischen 3 und 3 ½ Stunden vom Parkplatz der Naviser Hütte. Um ehrlich zu sein ist es nicht die kürzeste Tour, aber alleine der Aufstieg mit der gigantischen Aussicht lässt die Zeit wie im Flug vergehen. Ein großer Vorteil dieser Tour ist, dass man auch mit dem Splitboard eine fast durchgehende Abfahrt hat und nur einmal einige Meter ohne Board überbrücken muss, um in den nächsten Hang einfahren zu können. Nach dem Aufstieg und der Abfahrt gibt es für mich nichts Besseres als eine anständige Stärkung in der nächsten Hütte.

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Auf was wartet ihr noch? Auf nach Innsbruck!