Den inneren Schweinehund überwinden

 

Auch Merinomates haben Tage, an denen die Lust auf Bewegung nicht ganz so ausgeprägt ist. An denen die Couch einfach viel einladender ist, als jetzt noch schnell eine Runde zu laufen oder in die Fluten zu springen und ein paar Bahnen zu ziehen. An manchen dieser Tage lasse ich dann tatsächlich mal den Sport Sport sein und dem Schweinehund freien Lauf. An anderen Tagen wiederum greife ich tief in meine Trickkiste, um dem behaarten Borstentier ein Schnippchen zu schlagen. Welche Tricks das sind, will ich euch an dieser Stelle gerne verraten.

 

  1. Ziele setzen

Die Grundvoraussetzung. Ohne Ziele ist es schwierig, die Motivation aufrecht zu erhalten. Dabei muss es nicht immer gleich ein Wettkampf sein. Ein Ziel kann natürlich auch ein Gewichtsverlust sein, eine bestimmte Strecke oder einfach eine halbe Stunde in der Natur zu verbringen. Dabei ist es wichtig, seine Ziele realistisch zu halten und sich in Geduld zu üben. Gerade das Laufen ist eine Disziplin, bei der die Geduld manchmal auf die Probe gestellt wird. Ich weiß also, dass ich in vier Monaten wieder eine Langdistanz absolvieren muss – dann sollte ich zumindest an manchen Tagen meinen Hintern bewegen.

 

  1. Gelegenheiten schaffen

Eine der effektivsten Arten sich zum Sport zu zwingen! Die Trainingseinheit muss einfach so geplant sein, dass man nicht drum herumkommt. Das kann so aussehen, dass man sich morgens von einem Kollegen mit zur Arbeit nehmen lässt und – sofern der Weg nicht zu lange ist – von dort nach Hause läuft. Hilfreich kann dabei ein guter Laufrucksack sein, in den man ein paar Dinge einpacken kann. In größeren Modellen kann man auch wunderbar Wechselbekleidung unterbringen.

 

  1. Gleichgesinnte finden

Oldie but Goldie – sucht euch Leute, mit gleichen sportlichen Interessen. Gerade bei einem Lauftreff oder Anfängerlaufkurs gibt es viele verschiedene Tempogruppen und alle haben mal klein angefangen – und diese Zeit in der Regel noch gut im Kopf. Daher dürft ihr auf viel Verständnis hoffen. Aber auch Yoga-Kurse oder sonstige Sport-Kurse sind gut auf Anfänger eingestellt. Wenn ihr dann noch einen Freund motivieren könnt euch zu begleiten, kann man sich wunderbar gegenseitig motivieren.

 

  1. Nicht stressen lassen

Sport soll primär Spaß machen. Leicht gesagt, wenn man sich gefühlt nur so dahinschleppt. Glaubt mir, ich kenne das. Aber es gibt auch die schönen Momente, wenn der Kopf mal komplett frei wird vom Alltagsstress und man kurz innehält um das Zwitschern der Vögel und das Rauschen der Blätter im Wind zu genießen. Aber es muss ja nicht jeder zum Ausdauersportler werden. Wichtig ist, dass ihr etwas findet, was euch Spaß macht. Denn Spaß ist immer noch das wichtigste, um Herr über seinen eigenen inneren Schweinehund zu werden!