10 TIPPS FÜR DEINE SKILLS

Merinomate Andreas und Steep Paradise Teammember hat sich Gedanken über Tipps zur Kletterfotografie gemacht

1: „Take it and leave it“1: „Take it and leave it“

Schau genau hin und finde die passende Perspektive für dein Motiv. Es geht darum dein Motiv so einzufangen, wie du es mit bloßem Auge sehen kannst und gleichzeitig auch darum, Dinge wegzulassen, die du nicht auf deinem Bild sehen willst (Bolts, andere Kletterer, etc.).

2: Nutze Vorder- und Hintergründe

Die richtige Bildkomposition entscheidet über die Verweildauer und die Genauigkeit der Betrachtung. Weitwinkelaufnahmen sollen das Auge lenken und in dein Bild ziehen. Der Betrachter benötigt hierfür in deiner Komposition Anhaltspunkte und Strukturen, die ihn visuell an der Hand nehmen und leiten. Nutze Vordergrundelemente und Schärfe-Unschärfe-Effekte und gib deinem Bild dadurch mehr Tiefe und Dynamik.

3: Die Perspektive macht’s

Es gibt inzwischen abertausende Bilder aller Arten auf der Welt. Um auf deine Bilder aufmerksam zu machen und den Betrachter dazu zu bringen an deinem Bild hängen zu bleiben, ist es inzwischen enorm wichtig, deiner Komposition eine eigene Perspektive zu geben, einen Blickwinkel, der ungewöhnlich, unbekannt und fesselnd wirkt.

4: Mach’s bunt!

andreas klettern1

Wähle für dein Bild mit deinem Klettermodel Klamotten aus, die sich am Fels abheben, Farben, die nicht verschwinden. Nutze komplementäre Farben und Farbtöne die sich gegenseitig vor der Felswand in Szene setzen und es deinem Betrachter ermöglichen, die Bewegung deines Klettermodels lebendig werden zu lassen.

5: Durchstieg oder nicht?

Mal abgesehen von den wirklichen Profis und „First Ascents“ erscheint es in der Regel sinnvoll, die Ablichtung eines Durchstiegs zu reduzieren. Nimm dir Zeit mit deinem Klettermodel die einzelnen Züge aus verschiedenen Perspektiven durchzugehen. Lass dein Model diese Passagen immer wieder anklettern und nimm die einzelnen Züge aus den verschiedenen möglichen Perspektiven auf.

6: Objektiv mal objektiv

Das richtige Objektiv nimmt dir viel Arbeit ab. Wisse um deine Objektive und ihre Stärken und Charakteristika. Im Falle, dass du in der Wand hängst, hast du genau die beiden Objektive dabei, die du benötigen wirst, alles andere ist gewichtstechnisch störend und unhandlich. Ein Weitwinkelobjektiv bietet dir die Möglichkeit mehr in deinem Bildausschnitt unterzubringen und so einen weiteren Look zu erzeugen. Ein Zoomobjektiv komprimiert den Bildausschnitt, je weiter es ausgefahren wird, was wiederum dem Bild seine Dynamik und Tiefe nehmen kann. Verändere deine Position mit Hilfe von Steigklemmen oder Abseilen, um das zu kompensieren.

7: Silhouettenspiel

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Die Silhouette eines Kletterers an einer massiven und steilen Wand. Dazu sind meist viele Faktoren nötig, wie der richtige Winkel und die richtige Zeit und vieles mehr. Doch diese Bilder können mit etwas Abstand richtig gut und spektakulär werden. Nimm dir Zeit und ein geduldiges, ausdauerndes Klettermodel und such dir den richtigen Ort, von dem aus du shooten willst.

8: Mehr ist manchmal mehr

Auch wenn es immer heißt, weniger ist mehr, solltest du dir bewusst sein, dass du für deine Kletterbilder meist nur kurze Zeit die richtigen Lichtverhältnisse hast und auch die Ausdauer deines Klettermodels, sowie deine eigene nachlassen wird. Plane daher gründlich, was du machen wirst und drück dann ruhig zwei-dreimal mehr auf den Auslöser, um eine ganze Reihe an Ausnahmen zu produzieren. Aussortieren kannst du später noch. Macht zwar insgesamt mehr Arbeit, du hast aber auch oft nur zwei oder drei Versuche das Bild in den Kasten zu bekommen. Wenn du mehr Sicherheit erlangt hast, dann kannst du deine Bildmenge reduzieren.

9: Drei-Plus-Regel

Am einfachsten – und darauf bist du bestimmt selbst auch schon gekommen, es soll aber nochmal erwähnt sein – ist es, sich mit mindestens drei Leuten zum Spot zu bewegen. In der Regel ist es schwer zu sichern, Fotos zu machen und alles andere zu managen, während einer klettert. Nimm dir eine dritte oder gar vierte Person mit, die das sichern und andere Aufgaben übernehmen kann, während du dich in der Wand nur aufs Shooting konzentrierst.

10: Übung vs. Intuition

Sei kreativ und übe, wann immer du Zeit hast. Nimm deine Kamera immer mit an den Fels, du weißt nie, was sich ergibt. Bleib dran und sei kritisch mit deinen eigenen Bildern. Hol dir Rückmeldung von Freunden und Bekannten ein. Finde ein gutes Mittelmaß zwischen Übung, Planung und Intuition. Nutze deine Intuition und trau dich auch mal etwas auszuprobieren oder zu riskieren und vor allem, hab Spaß an dem, was du tust.